Christina Fuchs – Sopran Saxofon, Klarinette und Bassklarinette, Komposition
Florian Stadler – Akkordeon
Ulla Oster – Kontrabass, Komposition
Christoph Hillmann – Drums, Percussion

Seit über zehn Jahren spielt und tourt das Ensemble No Tango in dieser

fantastischen Besetzung, die sich musikalisch und menschlich wunderbar

ergänzt, durch Europa, Marokko und Australien. Inhaltlich sind sich die

vier unter Leitung der WDR Jazzpreisträgerin Christina Fuchs treu

geblieben: aktueller Jazz mit innovativem Sound und originäre

Kompositionen von Christina Fuchs und Ulla Oster.

No Tango tanzen und zirkulieren um vertrackte Rhythmen und Melodien

und zelebrieren dabei eine wunderbare Leichtigkeit des Seins.

Die Musik dieses Kölner Ensembles gehört in die Ohren von Geniessern.

‘No Tango’ – ist das eher Jazz oder eher Tango? Es ist Jazz, keine Frage.

Aber auch ein ganz klein wenig Tango mit einer grossen Portion

Improvisation. Neben Christina Fuchs’ Saxophonspiel steht Florian Stadlers

Akkordeon im Mittelpunkt dieses erfolgreich grenzgängerischen und

virtuos-kreativen Quartetts.

Video live @ PENG Festival 2017

Die MusikerInnen

no-tango-fs-132Florian Stadler - Akkordeon, studierte am Hermann-Zilcher-Konservatorium Würzburg bei Stefan Hussong. Auf internationalen Meisterkursen u.a. bei Prof. H. Noth(Trossingen/Prato) J. Macerollo (Toronto) und M. Brunello (Brescia) konnte er seine künstlerische Ausbildung ergänzen. Sein besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik und der Improvisation.

Florian Stadler arbeitet als Akkordeonist mit mehreren Ensembles zusammen: Seit 1999 spielt er im Klezmer-Ensemble “Colalaila” sowie im Duo mit dem Soundpoeten Mitch Heinrich (”Schwitters-Zorn”). Darüber hinaus widmet er sich dem Projekt “Herbal Essence” mit der Cellistin Sue Schlotte. Außerdem wirkte er in mehreren Bühnenproduktionen (Tanz, Theater, Performance) mit.

CD - Rundfunkaufnahmen sowie TV-Auftritte mit “Colalaila”, sowie Konzerttourneen im In- und Ausland (Skandinavien, Italien) runden das vielseitige musikalische Profil von Florian Stadler ab.

no-tango-uo-132Ulla Oster - akustischer u. elektrischer Kontrabass, E-Bass, Komposition

Abgeschlossenes Studium Musikhochschule Köln. Arbeitet seit 1980 in diversen Kölner und überregionalen Bands mit unterschiedlichen Stilistiken und leitet eigene Projekte (”Beyond Janis”, “Abaptations”).

Festivalauftritte (Moers, Leverkusen, Köln, Viersen, Vilshofen, Grenoble, Antwerpen, Wien, St. Petersburg u.v.a.). CD-, Radio- und TV-Produktionen für WDR, SFB, Südwestfunk, Radio Bremen, Bayr. Rundfunk, Hess. Rundfunk…, schreibt Theater-, Kleinkunst- und Filmmusiken (ZDF). Preisträgerin der Sparte Komposition für Jazzorchester/Big Band im Rahmen der Ausschreibung “Jazzart - aktuelle Musik im 21. Jahrhundert” 2002. Beschäftigt sich seit 1994 mit elektronischer/computergesteuerter Klangerzeugung und -bearbeitung.

Mehr unter: www.ulla-oster.de

no-tango-ch-132Der Schlagzeuger Christoph Hillmann gilt als einer der profiliertesten Sidemen der aktuellen deutschen Jazzszene. So arbeitet er life und im Studio u.a. mit Norbert Steins “Pata Masters”, “A.Tronic” mit Dave Liebman/ Charlie Mariano, Frank Speer Quartett mit Nils Wogram und Angelika Niesciers “Sublim” mit Hans Lüdemann.

Konzertreisen nach Marokko, Australien, Indonesien, Großbritannien, Schweiz, Österreich, Italien, Schweden, Polen und die USA sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Musikern wie Kenny Wheeler, dem European Jazz Ensemble und der ARFI (Lyon) sorgten in den vergangenen Jahren für Anerkennung - Rundfunk und Fernsehpräsenz, CD- Produktionen und enthusiastische Presse.

Neben dem Schlagzeug nutzt Hillmann je nach Projekt auch die Möglichkeiten von diversen exotischen Perkussionsinstrumenten, Alltagsgegenständen, Samplern und DJ-Equipment zur Erweiterung seiner Ausdruckspalette.

Diese Vielseitigkeit führte u.a. zu regelmäßiger künstlerischer Mitarbeit bei Theater- und Tanzproduktionen in Deutschland und den Niederlanden.

Mehr unter: www.christoph-hillmann.de

Presse

Melodiva 05/17

NO TANGO – "Eleven"

Wer das Glück hatte, am 8.3. beim MELODIVA Club Concert in der Frankfurter Art Bar dabei zu sein, kam schon in den Genuss des neuen Albums der Formation No Tango. Diese präsentiert auf „Eleven“ elaborierte Kompositionen von Christina Fuchs (sax, cl) und Ulla Oster (kb). Der Titel entstand, weil Fuchs und Oster „viele 10er und 11er geschrieben“ haben, wie sie selbst sagen; er passt aber auch zu der Tatsache, dass die zwei mit Christoph Hillmann (dr, perc) und Florian Stadler (acc) bereits seit elf Jahren zusammenspielen. Bei ihren Kompositionen ließ sich Fuchs von den geschichtenreichen Bildern von Paul Klee inspirieren, die auch im Booklet abgebildet sind. Los geht es mit dem Stück „Zwitschermaschine“, in dem Stadler’s Akkordeon und Fuchs‘ orientalisch angehauchte Klarinette im Duett zwitschern. Das Stück „Schellenengel“ wird von einer Kalimba auf seinen Weg geschickt, „Der Seiltänzer“ greift den Balanceakt zwischen Tango und Jazz auf und lässt das Kontrabass-Spiel von Ulla Oster in den Vordergrund rücken. Für das rhythmisch vertrackte „Ad Parnassum“ hat Fuchs mit ihrer Bigband den WDR-Jazzpreis (2014) gewonnen. In Oster‘s „Tiptoe“ scheinen die vier auf Zehenspitzen zu tanzen, um dann in „Chacarera (drunken)“ das Wechselspiel von Taumeln und wiedererlangter Kontrolle zu beschreiben. Es ist spannend, wie die vier ausgefuchsten MusikerInnen miteinander agieren, wie sich furiose, schnelle Parts mit ruhigen Passagen abwechseln, in denen sich nicht nur das Ohr wieder erholen und Neues aufnehmen kann, sondern auch die einzelnen Bandmitglieder Raum bekommen, um ihre Ideen zu entwickeln.

Jazzpages 05/13

Das letzte Konzert der Jazzinitiative Mainz (jim) vor der Sommerpause beginnt mit einem orgiastischen, pulsierenden Free-Kollektiv und endet bei „Elf-Zehn“ mit Geräuschcollagen aus Zungenknallen und Instrumentenklappen auf dem Sopransaxophon, „Schreien“ auf dem Akkordeon, gestrichenem Kontrabass sowie ungebundenem Schlagzeug. In den zwei Stunden dazwischen verschmelzen die vier Musiker von „No Tango“ Jazz, Tango, Rhythmen und Skalen aus dem Orient, Folklore aus der Schweiz und Klassik aus Japan oder Indien zu einer expressiven, meist treibenden sowie groovenden Mixtur ganz originärer Ausprägung. Das Quartett um Christina Fuchs an Sopransaxophon und Bassklarinette nennt sich zwar „No Tango“, lässt Grundstrukturen und Harmonien des „Tango nuevo“ aber immer durchklingen. Das Quartett zerlegt ihn, um daraus Neues aufzubauen. Titel wie „Tangomat“ „Haiku“ oder „Buddha“ weisen darüber hinaus auf die vielfältigen Einflüsse hin, die das Quartett in seinen Stücken verarbeitet. 

Bei aller neutönerischer Expressivität und Aggressivität bleibt die Musik von „No Tango“ immer leicht und luftig mit einem melancholischen Unterton. Den Sound bestimmen die Sopransaxophonistin Christina Fuchs und Akkordeon-Spieler Florian Stadler in emotionalen Soli sowie in ein-oder oder mehrstimmigen Duos. Die enorm groovende rhythmische Basis legen die oft straight zupfende, in den Soli disharmonisch streichende Bassistin Ulla Oster und der differenzierende sowie auf präzise abgestimmten Fellen trommelnde Christoph Hillmann. 

In der Komposition, „Zoe and me“, die Christina Fuchs ihrer Tochter gewidmet hat, „parlieren“ und „plaudern“ Saxophon sowie Akkordeon in luftigen Stakkati, in „Circle“ mit einer Bass-Intro lassen Fuchs und Stadler ihr mehrstimmiges Duo um ostinate Melodiefiguren kreisen, während Hillmann nahtlos Tempo und Metrum wechselt. 

Christina Fuchs ist in dem Quartett die expressive und extrovertierte Künstlerin, Florian Stadler der introvertierte und emotionale Virtuose auf dem Akkordeon. Hier überblasene Spitzen und Mittellagen auf dem Saxophon, dort schwelgende und zuweilen zarte Highnotes auf den Tasten des Balgeninstruments. In „Versatile“ folgen dem frei harmonischen Bogenspiel auf dem Kontrabass flächige Klangfarben auf Bassklarinette und Akkordeon, in „Haiku“ bestimmt ein rasend schnelles Duo von Bass und Akkordeon den Charakter der Komposition.


„ No Tango“ fasziniert die Zuhörer im Haus der Jugend mit einer kreativen und virtuosen Vielfalt, ungewohnten Klangfarben und grenzgängerischen Experimenten in traumhaft sicheren sowie humorvollen Interaktionen. Die Parts der vier Musiker sind dicht verwoben und vielschichtig, die Struktur der Kompositionen offensichtlich notiert. Dennoch bleibt den Solisten viel Raum für freie Improvisationen. Das Kölner Quartett beweist, dass innovativer Jazz mit Spielwitz und Spontanität gepaart sein kann.

Klaus Mümpfer

Generalanzeiger Bonn 03/13

Sie ist eine Bandleaderin durch und durch: Christina Fuchs gibt in ihrem gleichnamigen Quartett nicht nur mit Spransaxofon und Bassklarinette den Ton an. Sie komponiert, arrangiert, moderiert. .. Und doch erwies sich das Jazzquartett als echtes Kollektiv aus vier eigenständigen und ausdrucksstarken Musikern...

Robert Fontani

Bonner Rundschau 03/13

Christina Fuchs gastierte mit ihrem Ensemble im Beethovenhaus...Eine absolut spannende Musik, die dem Publikum eine grosse Portion Hörkonzentration abforderte.

Jazzthetik 06/12

Eine gewitzte, federleichte Musik ist es, die die Kölner Saxofonistin Christina Fuchs und ihr Quartett No Tango auf ihrem zweiten Album zelebrieren. Vertrackte Rhythmen sind dabei nur eine Vorliebe der Bandleaderin…“
Rolf Thomas

JazzPodium 06/12

„Das instrumentale Sprachrohr des Tango, das Akkordeon, drückt dem dritten No Tango-Album gewollt oder ungewollt seinen Stempel auf. Sobald die ersten Töne erklingen, werden im Kopf des Hörers ganz bestimmte Schalter umgelegt, die den Geist für melancholische Klangflüsse, die den Tango prägen, öffnen. Doch das ‚No’ zeigt unmissverständlich an, dass es eben keine Tango ist…“
Klaus Hübner

Die Redaktion 04/12

„Wenn eine exzellente Saxophonistin ihre weltmusikalischen Erfahrungen mit ihren Musikerkollegen teilt, dann kommt immer etwas ähnlich Beeindruckendes heraus wie bei der Kölnerin Christina Fuchs. Mit drei Gleichgesinnten spielte sie “No Tango 2″ ein. In guter, alter Tradition. Wunderbar groovende Jazzklänge, gewürzt mit Elementen von Tango, iranischem YallaYalla, Scuol Tarasp aus den Schweizer Bergen und japanischem Haiku. „No Tango 2“ heißt die neue CD (WIZMAR Records) schlicht. Die neue Scheibe von der formidablen Saxophonistin Christina Fuchs und ihrem Trio . „No Tango 2“, das sind neben Fuchs der Akkordeonist Florian Stadler, Ulla Oster am Double Bass sowie der durch unheimliche Präzision und markante Akzentsetzung bestechende Schlagwerker Christoph Hillmann. „No Tango 2“ wächst in knappen 60 Minuten Spielzeit durch einfallsreiche Improvisationen, Genießerklänge und wohltemperiertem Jazzsound über sich hinaus. Das Quartett ist genau aufeinander abgestimmt. Die Eine weiß, was der Andere tut. Wohlklingend!“
Christopher Dömges

JazzPodium 05/08

“… Kräftigen, freien Groove verbreiten die Vier, erlauben sich höchst qualitätvolle Sologänge, natürlich in erster Linie von Christina Fuchs und Florian Stadler. Bei aller Kraft ist es eine Musik voller Leichtigkeit, die niemals stehen bleibt, vorwärts treibt. Da braucht Christoph Hillmann am Schlagzeug gar nicht anzutreiben, so scheint es, aber er ist immer auf der Höhe der Entwicklung, verstärkt oft die Klangfarben, wie auch der kraftvolle Bass von Ulla Oster, der oft den Ton angibt, wie Christina Fuchs seit zwei Jahrzehnten in der rheinischen Jazz Region nicht überhörbar. Scheinbar nicht enden wollende Geschichten erzählen die vier von den Schönheiten der improvisierten Musik.”
Hans-Jürgen von Osterhausen

Neue Passauer Zeitung 09/08

“…Alles ist Spiel. Es ist ein Spiel mit Klängen, Stimmen, Geräuschen, Traditionen, spontanen Ideen- und mit Worten. Denn von wegen “No Tango”! Der Tango blitzt gleich in den ersten Stücken durch. Freilich geht das Quartett vor ihm nicht andächtig in die Knie, sondern zerlegt ihn lustvoll, um daraus etwas Neues zu konstruieren. An diesem Abend ist eben nichts sicher…Das Publikum sitzt ohne Pause zwei Stunden lang gebannt da…”
Hubert Schöne

Melodiva 01/08

“Richtig, dieses 2001 von der Saxophonistin Christina Fuchs gegründete Quartett spielt keinen Tango, obwohl Versatzstücke davon vor allem durch das Akkordeon immer wieder aufblitzen…Die Kombination aus Holzgebläse, Percussion, Bass und Akkordeon kommt ungewöhnlich, spritzig und selbstbewusst herüber und liefert kreative, über weite Strecken improvisierte Musik ab… all das schafft eine ungemein erfrischende und abwechslungsreiche Stimmung. Ich bin sicher, dass dieses Quartett noch einigen Wirbel in der Kölner Jazz-Szene verursachen wird.”
Antje Köhn

Lübeck-Kunst&Kultur 08/08

“Hier verschmilzt die abendländische Funktionsharmonik mit orientalischer Rhythmik, asiatische Mikrotonalität mit der Improvisationslust des Jazz. Gerade die ungeraden Metren scheinen es der Formation besonders angetan zu haben. Fröhlich werden die Taktarten gewechselt; mit traumwandlerischer Sicherheit und Raffinesse ebnet Schlagwerker Hillmann das Spielfeld für seine Kollegen…Herrlich, wie immer wieder mit tonalen Reibungen zwischen den Saxophonen, repektive Bassklarinette und dem Akkordeon gespielt wird…NoTango haben sich einen ganz eigenen Klangkosmos geschaffen, der jenseits aller Traditionen steht, ohne diese dabei gänzlich zu vernachlässigen. Ihre Musik kreiert sich aus nahezu disparaten Quellen, setzt sich neu zusammen gleich einem musikalischen Flickenteppich, bunt, schrill, heiter, leise…”
Thorsten Hingst

Jazzthing 11/07

“Natürlich will der Albumtitel, der gleichzeitig auch Bandname sein muss, provozieren. Selbstverständlich gibt es Tango, wenn auch keinen authentischen… Die vier spielen im doppelten Wortsinn mit den Erwartungen. Nachdem Stadler die Zielgruppe im Opener “Mr.G.” (Galliano?) mit einigen heftig atmenden Schiebertakten in die Irre führt, öffnet sich mit einem Mal eine Parallel-Dimension. Christina Fuchs gleitet am Soprano von der lateinamerikanischen Ebene in tiefe, sphärische Klangtäler, um sich dann mit ihrem Tenor im Aufwind des Postbop tragen zu lassen. Dazu klappert die Bassklarinetten-Mechanik unisono mit den Knöpfen der Quetsche, die längst die Funktion des Pianos in einem klassischen Mainstream-Quartett übernommen hat. Zur beweglichen Frische der Musik passt auch das handliche Slim-Line-Taschenbuch-CD-Format. Klares Signal: Ein Album zum Gebrauchen und nicht zum Archivieren.”
Reinhard Köchl

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